Repräsentative Umfrage zum Schulstart 2022/23

42 % der Deutschen halten ehrenamtliche Lernpartner an den Schulen für die beste Hilfe gegen Pandemiefolgen und Lehrkräftemangel

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18.08.2022 – An vielen Schulen sorgen der massive Lehrkräftemangel und die Wissenslücken, die viele Schüler*innen aufgrund der pandemiebedingten Schulschließungen immer noch haben, für einen regelrechten Notstand. Auch in Hannover und der Region Hannover melden viele Schulen erhöhten Bedarf an individueller Förderung für Kinder und Jugendliche.

 

Damit die Kinder und Jugendlichen ihre Wissenslücken schnell aufarbeiten können, halten 42 Prozent der Deutschen den Einsatz von gut ausgebildeten Ehrenamtlichen an den Schulen für die beste Maßnahme. Sie sollen die Schüler*innen unterrichtsergänzend einzeln fördern. In Westdeutschland befürworten 43 Prozent der Befragten den Einsatz von Ehrenamtlichen, in Ostdeutschland

34 Prozent. Damit ist diese Maßnahme für sie der beste Weg, alle anderen Möglichkeiten erhalten deutlich weniger Zustimmung.

 

Beim Lesenlernen halten 27 Prozent der Deutschen mehr ehrenamtliche Leseförderung an den Schulen für das beste Mittel, damit alle Schüler*innen schnell richtig lesen lernen.

Diese Maßnahme befürworten 29 Prozent der Befragten im Westen, 22 Prozent im Osten.

30 Prozent der Ostdeutschen halten mehr finanzielle Mittel für die Schulen für den besten Weg, damit alle Schüler*innen schnell richtig lesen lernen.

 

Das hat eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov für den MENTOR – Die Leselernhelfer Bundesverband e.V. ergeben.

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Schon vor Corona konnten rund 20 Prozent der Schüler*innen nicht richtig lesen. Der häufige Wechsel zwischen Distanz- und Präsenzunterricht und zuletzt massiver Unterrichtsausfall haben diese Situation dramatisch verschärft. Dabei ist das Lesen die Basis für das Lernen in allen Fächern.

 

Herr Uwe Karges, 1. Vorsitzende MENTOR–Die Leselernhelfer Hannover e.V. berichtet über die Situation in Hannover: „Die Nachfrage der Schulen an uns ist seit einem halben Jahr enorm gestiegen. Wir könnten noch viel mehr ehrenamtliche Lesementorinnen und Lesementoren an die Schulen vermitteln, damit sie dort Kinder und Jugendliche unterstützen. Wir sehen, dass auch ein Jahr nach Öffnung der Schulen viele Schülerinnen und Schüler keine oder zu wenig Förderung erhalten. Es besteht die Gefahr, dass sie keinen Schulabschluss machen können und in ein Leben ohne Berufsausbildung und ohne gesellschaftliche Teilhabe abrutschen. Wer sie jetzt nicht auffängt, hängt sie wissentlich ab.“

Unter dem Dach des MENTOR-Bundesverbands unterstützen 13.000 Mentor*innen deutschlandweit 16.600 Kinder und Jugendliche mit nachgewiesenem Erfolg. Das 1:1-Förderprinzip von MENTOR gibt dabei den Ausschlag: Eine Lesementorin bzw. ein Lesementor fördert ein Kind, einmal in der Woche, mindestens ein Jahr lang. Um mehr Menschen für das Ehrenamt als Leseförderer zu gewinnen und um eine stärkere Einbindung aller Leseinitiativen in die Schulen zu erreichen, sieht der Verband weitere Unterstützung der Politik, der Verwaltung und der Wirtschaft als dringend geboten an.

 

Wer selber direkt aktiv werden möchte, kann sich bei MENTOR-Die Leselernhelfer Hannover e.V. als Lesementor*in einsetzen. Kontakt zum Verein über Telefon: 0511-6006 5775 oder Mail: mentor-leselernhelfer-hannover@htp-tel.de

 

Umfrage

 

Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 2067 Personen zwischen dem 25.-27.07.2022 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

Kontakt:

MENTOR - Die Leselernhelfer Hannover e.V.

Goseriede 15 | 30159 Hannover 

Tel.:  (0511) 6006 5775

mentor-leselernhelfer-hannover@htp-tel.de

 

Bankverbindung / Spendenkonto

Sparkasse Hannover

IBAN DE68 2505 0180 0910 0990 49

BIC SPKHDE2HXXX


© Hintergrundfotos: Andreas Endermann